Würmer und Symptome
Würmer lassen sich selten sicher an Symptomen erkennen. Wiederkehrende Koliken, Husten, Schweifscheuern oder Haltungsbedingungen können wichtige Hinweise liefern. [lesen]

Würmer gehören seit Jahrmillionen zum natürlichen Lebensumfeld von Pferden. Ein vollständig parasitenfreies Pferd ist in der Praxis weder realistisch noch bei allen Wurmarten notwendig. Entscheidend ist vielmehr, dass sich Parasiten nicht so stark vermehren, dass sie die Gesundheit des Pferdes beeinträchtigen. Ziel einer modernen Parasitenkontrolle ist deshalb nicht die vollständige Ausrottung aller Würmer, sondern die Begrenzung krankmachender Belastungen und die frühzeitige Erkennung problematischer Parasitenarten.
Um dieses Ziel zu erreichen, stehen heute verschiedene Untersuchungs- und Behandlungsstrategien zur Verfügung. Nicht jede Wurmart lässt sich gleich gut nachweisen, und nicht jeder positive Befund erfordert automatisch eine Behandlung. In dieser Rubrik erfahren Sie, welche Möglichkeiten zur Diagnose von Wurmerkrankungen beim Pferd zur Verfügung stehen und welche Stärken und Grenzen die einzelnen Verfahren haben. Wir zeigen, wie Kotuntersuchungen, Larvenanzuchten, Antikörpertests und weitere Methoden eingesetzt werden können, um Parasiten gezielt nachzuweisen. Darüber hinaus stellen wir die unterschiedlichen Strategien der Parasitenkontrolle vor – von der klassischen routinemäßigen Entwurmung bis zur selektiven Entwurmung auf Basis von Laborbefunden. Ergänzend finden Sie Informationen zu den wichtigsten Wirkstoffen, ihren Wirkungsweisen, ihren Einsatzgebieten und den zunehmenden Resistenzen vieler Wurmarten. Ziel ist es, Pferde wirksam vor krankmachenden Parasiten zu schützen und gleichzeitig Entwurmungsmittel möglichst gezielt und verantwortungsvoll einzusetzen.