Pflanzen als Teil der Gesundheit
Pflanzen begleiteten Pferde über Millionen Jahre. Kräuter, Blätter, Rinden und Leguminosen liefern mehr als Nährstoffe – sie tragen Heilkraft. [lesen]

Pflanzen begleiten Pferde seit Millionen von Jahren. Lange bevor es Mineralfutter, Ergänzungsfuttermittel oder moderne Arzneimittel gab, lebten ihre wilden Vorfahren in einer Umgebung voller Kräuter, Leguminosen, Sträucher, Baumlaub und saisonaler Wildpflanzen. Viele dieser Pflanzen lieferten nicht nur Energie und Nährstoffe, sondern auch hochaktive Naturstoffe, die Verdauung, Stoffwechsel, Kreislauf, Immunsystem oder Entzündungsprozesse beeinflussen konnten. Auch heute greifen viele Pferde ganz instinktiv zu bestimmten Pflanzen – doch was steckt wirklich hinter dieser Pflanzenkraft, und wie lässt sich dieses Wissen sinnvoll in die moderne Pferdehaltung integrieren?
In dieser Serie tauchen wir tief in die Welt der Phytotherapie beim Pferd ein. Wir schauen uns an, warum Pflanzen überhaupt wirken, welche Rolle sekundäre Pflanzenstoffe spielen und wie sich einzelne Organsysteme wie Magen, Darm, Leber, Niere, Kreislauf oder Zuckerstoffwechsel gezielt über Pflanzen unterstützen lassen. Gleichzeitig gehen wir der Frage nach, wann Kräuter und andere Heilpflanzen sinnvoll eingesetzt werden können, worauf bei der Fütterung zu achten ist und wo die Grenzen der Pflanzenheilkunde liegen.